Nahe der Natur

Mitmach-Museum für Naturschutz

Chronik Nahe der Natur

Hier ist die Chronik und Meilensteine des Betriebes und Museums 'Nahe der Natur': Aus Vergangenheit wird Zukunft, aus Ideen Leben. Auf diesem Fundament bauen wir auf, mitten im Hier und Jetzt. Habt Teil unserer Geschichte, seid Gefährten im Abenteuer Naturschutz, dem spannenden Weg eines anregenden Museums, ganz Nahe der Natur - und vielleicht auch Euch ganz nahe:


2021

Saisoneröffnung: (geplant) Sonntag 25. April ab 11 Uhr (verschoben vom 11. April): Besuchen!

Weiterer Ausbau von NATURADIO (unser Naturschutz-Webradio): Mehr moderierte Themensendungen: www.naturadio.net

Angesichts des Corona-Lockdown wurde seit Anfang 2021 unser Shop online und für Versand erweitert und neue Produkte (Natur-Spiele, weitere Bücher) in das Sortiment aufgenommen: Nahe der Natur-Shop. - Der Erlös trägt das Museum mit.


Chronik Nahe der Natur: Buch

Am 10. Februar 2021 erschien ein neues Buch von Michael Altmoos, zugleich das zweite Buch aus dem Museum: "Besonders: Schmetterlinge. Kreativer Schmetterlingsschutz für Landschaft und Garten". - Pala-Verlag (Link). Es wurde am 12. März mit dem Deutschen Gartenbuchpreis 2021, Kategorie Tiere im Garten, 2. Platz ausgezeichnet. Erhältlich aktuell im Buchhandel und im Shop des Museums. Der Erlös dient wie immer dem Museum.

Entwickelt und geschrieben wurde das für alle menschen verständliche Werk im Coronajahr 2020. Eingeflossen sind Forschungsergebnisse sowie Erfahrungen aus dem "SchmetterlingsReich", Teil des Museum-Freiraumes. Auch haben viele Begegnungen und Fragen der Besucher inspiriert.

Jeder Flügelschlag zählt!

Die Schmiede des Museums - Renovierung 2012 bis 2021

Ein Langzeitprojekt, notgedrungen so lange wegen Geldklammheit und komplizierter Gewerke, findet 2021 seinen Abschluss. Die historische kleine Schmiede am Museumseingang, Baujahr 1894, wurde schrittweise und sorgsam saniert. Unten ist original die historische Situation und Material erhalten; es können Schmiedevorführungen stattfinden. Oben entstand ein moderner und charmanter Seminarraum mit Zugang zur Museumswiesen, auch für kleine sommerliche Wechselausstellungen. So kann man hier "Naturschutz schmieden": Ein weiterer Meilenstein unseres Museums-Ensembles.

Zwischenzeitlich warben wir (wenige) Gelder über ein Crowdfunding via "Ecocrowd" ein. Mit viel Engagement und Einsatz hat uns der Bausachverständige Uwe Rumeney unterstützt, dem wir sehr dankbar sind. Ein Teil der Baukosten bezuschusste die Kreisverwaltung Bad Kreuznach, Dorferneuerungsprogramm. Doch letztlich tätigten wir vieles nach und nach in Eigenleistung.

Schmiede Staudernheim - Teil des Museums, Chronik 2012-2021.

2020 - Das Corona-Jahr: Wir überleben und sind kreativ!

Angesichts des deutschlandweiten Corona-Lockdowns und vieler Beschränkungen müssen wir gegenüber unseren Planungen einen deutlichen Besucher- und Umsatzrückgang hinnehmen. Statt einer erwarteten Besucherzahlsteigerung über die 6000 Besucher des Vorjahres hinaus haben wir "nur" etwa 3500 Besucher. Verantwortlich dafür ist das Entfallen größerer Gruppen und vieler Veranstaltungen sowie der auf den Zeitraum Ende Mai-Oktober doch recht begrenzte erlaubte Öffnungszeitraum. Mut gibt jedoch, dass in der begrenzten Öffnungszeit deutlich mehr Besucher als im gleichen Zeitraum der Vorjahre kamen, so dass wir eigentlich eine Besuchersteigerung erlebten - und das bei sehr hoher Besucherzufriedenheit. Darauf bauen wir positiv auf und überleben dank unserer vorsichtig-seriösen Wirtschaftsweise die Corona-Krise.


Ammonit (Schwäbische Alb), Sammlung Nahe der Natur

Zuwächse für unsere Museumssammlung:

Es erfolgte 2020 eine freudige Sammlungsübernahme (Geschenk) der Mineralien- und Fossiliensammlung Diehl (Gensingen, ehemals Staudernheim), die wissenschaftlich interessanten Stücke der Region und aus aller Welt enthält, die wir sozusagen heim holen durften. Wir archivieren sie sorgsam für die Nachwelt und bauen Exponate in künftige Ausstellungen ein.

  • Einblicke in unserer Sammlungskonzept, Suchaufrufe und unser Angebot, passende Sammlungen oder Exponate zu übernehmen laufend aktuell auf unserer Sammlungsseite.

Druck auf uns und friedliche erfolgreiche Behauptung unserer Unabhängigkeit!

- Windkraft-Konflikte und Themen-Angebot:

Thema Windkraft im Museum - wir informieren unzensiert!

Aufwühlend und bewegend im Jahr 2020: Michael Altmoos vom Museum wurde an seiner Arbeitsstelle, dem Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz, seit 2018 gedrängt, sich für das Museum (seit 2012 genehmigte Nebentätigkeit) nicht mehr kritisch zu Windkraft zu äußern - obwohl er mit dem Thema im Dienst nichts direkt zu tun hatte. Das haben wir als undemokratischen Zensurversuch angesehen, dem wir friedlich, aber deutlich widerstanden. 2020 haben wir diese "Angriffe" transparent gemacht, soweit sie keine Interna waren, um unsere reine Sacharbeit zu betonen, sie weiter zu machen und die Öffentlichkeit aufzurütteln.

  • Zum Thema Windenergie: Als Teil unserer Sacharbeit und als Museum informieren wir seit langem und in ganzer Breite, mit Pro und Contra, und fachlich-kritisch weiter zum Thema: Unsere Windkraft-Themenseite!

Um aber nicht noch mehr Zeit auf Abwehrkämpfe oder Geld für einen eventuellen Rechtsstreit mit dem Land zu vergeuden, hat Michael Altmoos nach 18 überwiegend guten Jahren den Landesdienst Rheinland-Pfalz selbstbestimmt verlassen und ist seit September 2020 werktags für ein anderes Bundesland tätig - und kann wie bisher im Museum frei und korrekt weiterarbeiten. Leider gibt es dadurch finanzielle Einbußen und lange Fahrtzeiten, aber als Museum konnten wir dem Druck standhalten, haben unsere Existenz gesichert, die damit angegangen wurde. Die uns so wichtige Unabhängigkeit konnten wir transparent beweisen. Dass wir das aber überhaupt tun mussten, lässt tief auf Machenschaften, einem einseitigen Druck und Beziehungen eines "Windkraftgeflechtes" schließen, dem wir weiter entgegentreten und das auch in unserer Nahe-Region aktiv war und ist. - Ende 2020 traten dann die Spitzen des Umweltministeriums zurück, wegen einer internen "Beförderungsaffäre" (weit entfernt von uns), verbunden aber auch mit ihren tendenziösen Einflussnahmen. Die überregionale Presse berichtete (Pressearchiv).

Einschub: Fortlaufende Chronik Moosgarten, seit 2012 und aktuell:

Vom zarten experimentellen Beginn 2012 bis heute hat sich unser Moosgarten über viele Zwischenschritte entwickelt und ist inzwischen eine der besonderen (kleinen) Attraktionen und Besonderheiten, für die einige Besucher von sogar weither kommen. Zwischenzeitlich ist er der größte angelegte Moosgarten Deutschlands und wir beraten weltweit zum Thema, sind in aktuellem Wissensaustausch und werden laufend nachgefragt. Meilensteine:


Buchcover

Buch "Der Moosgarten":

  • März 2020: Deutscher Gartenbuchpreis (2. Sonderpreis für außergewöhnliche Bücher und ihre Autoren) für "Der Moosgarten".
  • Juni 2019: Das Buch "Der Moosgarten" (Pala-Verlag) von Michael Altmoos erscheint, zugleich das erste Buch aus dem Museum, der Erfahrung hier vor Ort, aber auch derr überregionalen inhaltlichen Arbeit.

Die Idee naturnaher Moosgärten verbreitet sich mit unseren Erfahrungen überregional. Der Buchverkauf unterstützt zugleich unser Museum. Das Buch ist auch heute aktuell und überall im Buchhandel erhältlich oder bestellbar, auch in unserem Shop.


Moos wächst und macht Freu(n)de:

  • September 2019: der Wetterbericht des SWR-Fernsehens für Rheinland-Pfalz wird aus dem Moosgarten gesendet (Presse-Archiv).
  • September 2018. Premiere szenischen Lesungen im Moosgarten (mit Stefanie Kleidt & Wolfang Wobéto)-
  • Mai 2018: Der Künstler Urs Werthmüller beginnt mit seinen Ausstellungen und schenkt dem Moosgarten drei magische Steintürme, die nicht mehr wegzudenken sind.
  • Juni 2014: Erste Moosspiralen und kleine Kunstwerke werden erstellt und naturnah integriert. Seitdem gibt es immer mal andere kleine Objekte, die organisch integriert werden und wechseln.
  • Februar 2012: Beginn der Moosgarten-Anlage (Bild).


Chronologie Moosgarten Staudernheim


  •  Info und Vertiefung: Themenseite zum Moosgarten hier im Freiraum, seit 2015 - stets tagesaktuell: - Moosgarten!

Anstrengende Zeit mit "happy end": Friedforst-Planung Staudernheim 2014-2020

Im Jahr 2014, kurz nach einem Bürgermeister- und Ratswechsel in Staudernheim, kam plötzlich der Plan auf, im Jungenwald weit oberhalb von uns einen "Friedforst" (Bestattungswald) einzurichten, mit dem die Gemeinde Geld einnehmen wollte. "Friedwälder" können durchaus wunderbar sein, aber in diesem speziellen Fall war die Lage, Planung und vor allem die geplante Zufahrt/Verkehrsplanung über den auszubauenden "Baucher Weg" problematisch. Das würde nach unserer Facheinschätzung eindeutig unser umgebendes großartiges FFH-Schutzgebiet (im Bild unten) und das Museumsgelände auch direkt beeinträchtigen, das Gebiet durch viel Autoverkehr an- und zerschneiden. Unsere Naturkernqualitäten waren auf einmal bedroht, kurzum: es ging um unsere Existenz, die 2009 doch noch mit gleicher Gemeinde so gut abgestimmt war. In vielen Gesprächen brachten wir die Problematik auf den Tisch - und wurden kaum verstanden. So mussten wir umfangreiche Fachstellungnahmen anfertigen, auch immer mit verträglicheren Alternativvorschlägen. Das war insofern erfolgreich, indem immer neue Gutachten notwendig wurden und statt einer Umsetzung weitere Zeit verging. Es war aber insofern erfolglos, indem die hoch problematische Planvariante doch aufrecht erhalten wurde. Endlich, nach einem Bürgermeister- und Ratswechsel, wurde im März 2020 das ganze Projekt Friedforst aus finanziellen Gründen eingestellt. Vernunft siegt! Der Seufzer der Erleichterung ist uns heute noch eigen. Erst damit ist unsere Existenz gesichert und wir waren froh, einen noch größeren Streit mit den Verwaltungen und unserer Gemeinde vermieden zu haben, auch wenn wir nach Sachlage, nach Recht und Gesetz und anwaltlicher Beratung wohl beste Chancen gehabt hätten.

In den sechs Jahren, in denen das Projekt konkret drohte, haben wir leidvoll viel Arbeitszeit, Geld, Kraft und Ressourcen verloren. Dennoch ging die Museumsarbeit parallel erfolgreich weiter, wie die Chronik zeigt. Was aber hätten wir schaffen können, wenn wir die Ressourcen nicht in die Abwehr hätten stecken müssen? Doch seit 2020 gilt wie vor 2014 für Alle: Friede statt Friedforst!

Raum der Friedforst-Straßenplanung Staudernheim, die 2020 abgesag wurde und diesen Lebensraumkomplex massiv beeinträchtigt hätte.


2019 - Wölfe und Saurier ganz gemütlich - und Besucherrekord

Das Jahr 2019 bescherte uns den zwischenzeitlichen Besucherrekord von etwa 6000 im Jahr. Buchungen für andere Orte und für Fachgutachten und Konzeptentwicklungen kamen hinzu. So durften wir erstmals am Kloster Eberbach (Rheingau) 500 Menschen (Familien) mit Mitmach-Naturschutz-Spielen anregen. Das erste Buch aus dem Museum heraus erschien ("Der Moosgarten", siehe oben bei Moosgarten-Chronik) und verbreitet sich überregional. Und natürlich gab es "Nahe der Natur" in Staudernheim spannende Sonderausstellungen und Events. Außerdem ging unser NATURADIO (siehe unten) auf Sendung - eine neue Dimension.


Wolfsbilder von Maria Nebelin,g Nahe der Natur 2019.

2019 - Sonderausstellung "Wolfsbilder"

Die Künsterlin und Lehrerin Maria Nebeling (Nordrhein-Westfalen) stellte bei uns im Grünen Gewölbe ihre künstlerischen Wolfs-Porträt aus.

Das Thema Wolf und Großwildtiere ist bei uns immer wieder Diskussionsstoff und heißes Thema, zu dem wir informieren: Wolf will kommen!?


2019-2020 - Sonderausstellung Saurier

Wieder mit Fossilien-Leihgaben (zumeist Replikate) von Klaus-Dieter Weiß gestalteten wir eine betont gemütliche, aber überaus anregende Ein-Raum-Show. Saurier-Fossilien und Modellen stellen wir dabei unser heutigen Vögeln gegenüber (Präparate) - die Nachfahren von ihnen: Von Evolution zum Naturschutz, denn viele Vögel sind bedroht: diesmal nicht durch Meteorit, sondern durch uns. Doch es gibt Lösungen ... Wir sind Naturschutz-Denk-Ort!


Naturadio-Logo und Einschalten in der Chronik Nahe der Natur.

1. Mai 2019, 19 Uhr: Das Signal unseres NATURADIO - "Radio Natur verbunden" sendet erstmals in die Welt hinaus, weltweit frei empfangbar als Webradio. Unser Museumsbüro im gelben Haus ist seitdem auch Radiostudio. Zum Sendestart erklingt ganz programmatisch "Across the universe" von den Beatles. Seitdem senden wir als "Naturschutzradio" Musik und Songs aller Stile mit Naturthema, Umweltsongs, dazu kluge Protest und Friedenslieder - weltanschaulich neutral für die eine Welt in grenzenloser Vielfalt. Einzigartig: Naturschutz und unsere Themen werden durch Musik ausgedrückt. Heute sind wir ein 24-Stunden Vollprogramm mit mehr und mehr Hörern, verbreitet über die Plattform laut.fm.

Nahe der Natur - Mitmach-Museum für Naturschutz als UN Dekade-Projekt Biologische Vielfalt 2018-2022.


Im März 2018 werden wir erstmals als UN (Vereinte Nationen)-Projekt Dekade für Biologische Vielfalt ausgezeichnet. In einer kleinen Feierstude überreichen uns stellvertretend Landrätin Bettina Dickes (Bad Kreuznach) und Verbandsbürgermeister Rolf Kehl (Bad Sobernheim / Staudernheim) die Urkunde. Stammgäste und Freunde feiern mit uns. 2020 wird die Auszeichnung erneuert und gilt bis 2022.

Einschub: Fortlaufende Chronik Schmetterlinge, seit 2012 und aktuell:

Während der Aufbaujahreab 2011/2012 wurde das vorhandene Gelände am Hof und hinter der Halle geräumt und leicht modelliert. Nach und nach entwickelten wir dort gezielt ein Insekten- und Schmetterlingsparadies. Es entwickelte sich organisch, aber durchdacht mit ausgeklügeltem Konzept: Ab 2015 kamen bis zu hundert Falter, ab 2017 erreichten wir nahezu 1000 Falter an einem Juli-Tag gleichzeitig. Heute ist das "SchmetterlingsReich" neben Moosgarten und Wildnis im Hochsommer eine Hauptattraktion. Aus Erfahrungen beraten wir Gärtner, Naturschützer und sind in der Fachszene vernetzt. Meilensteine:

  • Februar 2021. Das Buch "Besonders: Schmetterlinge (pala-Verlag) von Michael Altmoos erscheint (siehe auch oben: 2021!), verbreitet unser Wissen und regt zu guten Schmetterlingsplätzen überall an. Der Buchverkauf unterstützt auch unser Museum. Das Buch ist überall im Buchhandel erhältlich / bestellbar, sowie in unserem Shop.
  • Mai 2020: Das ZDF sendet einen kurzen Bericht in Zusammenhang mit Wildbienen aus unserem Schmetterlingsgarten.
  • Juli 2017: Das SWR-Fernsehen wird erstmals auf diesen besonderen Schmetterlingsplatz aufmerksam und sendet einen Kurzbericht, der uns überregional bekannt macht (Alle Berichte und Filme: Presse-Archiv).
  • 2015: Grundkonzept steht, laufende Pflege, Dynamik und Optimierungen. Erstmals ca. 100 Falter gleichzeitig.
  • 2011-2014: Grundanlage, sanfte organische Entwicklung mit besonderem Konzept.


Chronik Schmetterlingsgarten Staudernheim, mit Ursula Altmoos & Michael Altmoos.


2015-2018 - Jahre der kleinen-großen lebendigen Vielfalt, die wirkt:

Zwischen 2015 und 2018 etablieren wir uns regional und auch zunehmend überregional als kleiner, aber besonderer Ort. Jahr für Jahr steigen sanft aber robust die Besucherzahlen von 3000 (2014) auf knapp über 5000 jährlich (2018). Wir bieten ein buntes, aber stets durchdachtes Programm rund um unsere Themen mit Sonderausstellungen, besonderen Programmen (Erlebnisführungen) und kleinen Events, die jeweils eigen sind, aber sich letztlich ergänzen. Es sind schön-intensive Jahre, in denen zunehmend auch Kunst mit unseren Naturthemen kombiniert wird. Unser eigener Stil eines "kreativen und ganzheitlichen Naturschutzes" wird gestärkt. Im Mai 2017 erhalten wir zudem einen kleinen Preis "Heimat und Natur" der Stiftung "Nature Life Interanational". Und natürlich bleibt die Wissenschaft uns wichtig: So gibt es immer auch Fachvorträge zu Geologie, Insekten und Sauriern, von Gastrednern, Experten und uns selbst. Leben "Nahe der Natur":


Konzerte Nahe der Natur Beispiel: Band Rübezahl

Musik und Konzerte Nahe der Natur

Wichtig von Anfang an war und ist uns, passende Musik mit Natur zu verbinden. So gibt es seit 2015 immer mal passende Live-Konzerte hier. Meilensteine: BOS - Blasorchester Staudernheim (2015, 2016), Gitarre Elke Friedrich (gelegentlich seit 2017), Band "Rübezahl" - (Natur)Lieder zum Mitsingen (seit 2019 - hier im Bild), "VierLeit" (qualitätsvoller Folk-Pop, 2018, 2020).


Kunst Urs Werthmüller Nahe der Natur

Seit 2018 - Ausstellung Naturkunst Urs Werthmüller

Seit 2018 durchzieht die Stein- und Holzkunst von Urs Werthmüller (aus dem Schweizer Jura) anregend Teile unseres Geländes und der Rundhalle (teils Verkaufsausstellung).



Windkraftausstellung Nahe der Natur 2018

2018 - Sonderausstellung "Windkraft - ja aber!?"

Die Wanderausstellung "Windkraft im Wald" der Deutschen Wildtierstiftung war bei uns zu Gast und regte zum offenen Nachdenken an.

  • Unterstützt und in der Vernissage begleitet wurde die Ausleihe durch die Naturschutz-Initiative (NI) e.V. - einem engagierten Verband, mit dem wir auch immer gerne zusammenarbeiten - Empfehlung: NI-Link.


Urquarium - Teil der kleinen Messel-Ausstellung Nahe der Natur 2018

2018 -Sonderausstellung Messel-Fossilien

Leihgaben von Klaus-Dieter Weiß (Messel-Repliken, einige Originale) inszenierten wir derart, dass das Eozön und Evolution (fast) lebendig wurden: Seriös, aber nicht ohne Schmunzeln: ein "Urquarium". Und natürlich hielt Klaus-Dieter Weiß einen unnachahmlich spannenden Vortrag in unserer Vernissage. Erdgeschichte ist ein Thema, das wir immer wieder mit Naturschutz verbinden.


Spiralen der Natur - Schnecken-Sonderausstellung Staudernheim 2017

2017 - Sonderausstellung "Spiralen der Natur"

Gemütliche Ein-Raum-Sonderausstellung aus eigener Sammlung zu "Spiralen der Natur": Schwerpunkt Schnecken und ihre Vielfalt. Spiralformen aller Art, ihre Zusammenhänge und Symbolik sowie Schnecken (Mollusken, Conchylien - Gehäuse aus aller Welt) in ihrer Ökologie und Bedeutung für Naturschutz sind zudem einer der dauerhaften Sammlungsschwerpunkte von uns.



Museum im Koffer - Installation Pilze.

2015 - Sonderausstellung "Museum im Koffer":

Aus einem UNESCO-Projekt an der Universität Paderborn waren auf Vermittlung von Prof. Jutta Ströter-Bender mehrere Museumskoffer zu Gast, die "Naturaspekte" und Natur-Märchen im Koffer ästhetisch ansprechend präsentierten. Die einzigartigen Werke von Kunststudenten waren mehrfach ausgezeichnet und begeisterten das Publikum.



Collagen Chris Tomaszewski Nahe der Natur 2015

2015 - Sonderausstellung "Verstummen der Welt!?"

"Von Wanzen, Glühwürmchen und Vögeln. Ein künstlerischer Dialog zwischen Marcel Robischon und Chris Tomaszewski. Texte. Bilder. Collagen", vermittelt von der Uni Paderborn (Prof. Ströter-Bender). Das gab es 2015 in unserem "Grünen Gewölbe". Die drei tollen Menschen waren zusammen hier. Robischon las aus seinem Buch "Vom Verstummen der Welt". Verlust von Artenvielfalt führt zu Kulturarmut, der es zu begegnen gilt. - PM-Link.


Rundhalle

Seit 2014: Unsere Rundhalle - Das Grüne Gewölbe"

... ist aus der Werkhalle der Steinmetze (einst zugerümpelt) hervorgegangen und wurde passend von uns gestaltet. Seit 2014 ist sie unser atmosphärischer Sommer-Veranstaltungsort mit Großleinwand für all das, was nicht im Haus oder im Freien besser aufgehoben ist. Das Veranstaltungsprogramm in jenen Jahren war schon vielfältig: Vom kleinen regionalen Naturfilmfestival über Fach- und Bild-Vorträge aller Art bis hin zu atmosphärischen Abend-Lesungen.


Willkommenskultur ganz Nahe der Natur

Wilkommenskultur !

Von Anfang an ist uns eine ehrliche "Willkommenskultur" wichtig. Wir bieten an, Menschen zueinander und zu Naturthemen frei und anregend in Verbindung zu bringen. Eine gesellschaftliche Dimension gab es 2015 mit der "Flüchtlingskrise". Grenzen in Europa wurden errichtet. Als Naturschützer halten wir seitdem einen eigenen Aufruf samt Themenseite aktuell: "Grenzfrei" - Menschen und Natur haben keine Grenzen! Bei uns sind Alle guten Willens willkommen. Manche beschimpf(t)en uns, manche denken nach, oft öffnen sich Horizonte: - Themenseite "Grenzfrei", laufend aktuell.


Action 'Nahe der Natur' 2016.

Bild: Begegnungen und Entspannung im Museumshof: ein typischer Öffnungstag 2016.


Museums- und Naturschutz-News-Kanal "Nahe der Natur" und "Blog" seit 2015:

Seit September 2015 haben wir einen tagesaktuellen Facebook-Kanal und posten dazu fast täglich News und Hinweise zum Museum und generell zu unseren Themen rund um Naturschutz & Menschlichkeit:

2025 & 2016 Vögel & Kunst - und seitdem: "Wir haben (nicht nur) eine Meise"!

Mona Mombeck am 28.August 2016 im Nahe der Natur-Museum Staudernheim - Sonderausstellung ihrer Bilder.

Von 28.August bis 25.September 2016 waren bei uns die beeindruckenden Vogelgemälde (meist Meisen) von Mona Mombeck in einer Sonderausstellung zu Gast (2 Bilder): Kraftvoll, bewegend, voller Gefühl und Tiefe. Mona Mombeck (Link auf ihre homepage) arbeitet weiter als Künstlerin und Wissenschaftlerin.

Vögel leben in Vielfalt und Freiheit in unserem Naturgelände und lassen sich hier gut beobachten: Meisen sind hier häufig, aber doch grandiose Geschöpfe und geradezu Persönlichkeiten, zugleich mit wichtiger Rolle im Naturhaushalt.

Meisen-Porträt von Mona Mombeck - Sonderausstellung 2016 im Naturschutz-Museum Staudernheim.


Junge Kohlmeise 2015 -

Wildtierhilfe: Im Mai 2015 hat Ursula Altmoos acht Nestlinge (aus Nachbarschaft: Mutter von Katze erlegt) gerettet und großgezogen. Sie wurden erfolgreich hier in die Freiheit entlassen. Ja, wir haben eine Meise :)

Seit dieser Zeit steht im Museumshof ein Vogelkäfig mit Futterstelle, in den Vögel frei ein- und ausfliegen und der bereit steht, sollten wir wieder aushelfen müssen. Zugleich ist der offene Käfig eine anregende Installation für "Die Freiheit", die so wichtig im Leben und Naturschutz ist. Später wurde das zitierte Lied "Die Freiheit" von Georg Danzer in das Programm unseres NATURADIO aufgenommen. So wird auch hier alles miteinander verbunden.

2014 - Das Jahr der Fledermäuse - Rundhalle "Grünes Gewölbe" wird eingeweiht

In diesem Jahr kamen etwa 1000 mehr Besucher zu uns, am Ende waren es fast 3000. Wir erweiterten auch unser Kuchenangebot durch neue Rezepte. Und der gute Kuchen, hausgemacht von Ursula, zog und zieht wohl viele Menschen an, die mit unseren Inhalten sonst wenig anfangen können - aber dann doch neugierig um sich umschauen. Schön!  Dennoch blieb es an vielen Öffnungstagen weiterhin erstaunlich leer; Bekanntheit braucht Zeit. Unser Konzept, über Qualität und nicht gleich über Masse zu punkten, halten wir stets aufrecht. Zum Dank gibt es eine recht hohe Besucherzufriedenheit - und das spricht sich rum.

Ab 2014 nahmen wir Freiwillige aus aller Welt auf: Die erste war Silja aus der Schweiz. Mit ihr bauten wir unsere erste Kräuterspirale. So entstand ein fortwährender Austausch, immer neue Ideen, wertvolle Mithilfe und weltweite Vernetzungen.

Sonderausstellung Fledermäuse: "Flatterwochen"

Im Jahr 2014 war die Wanderausstellung "Flatterwochen" des NABU zu Gast ("Grünes Gewölbe") und zog Publikum an. In Kooperation mit den Fledermaus-Wissenschaftlern Andreas Kiefer & Saskia Wöhl gab es qualitätsvolle Angebote besonders rund um Fledermäuse. Das Freigelände beherbergt mit seinen alten Bäumen und Felsspalten eine ausgesprochen hohe Artenvielfalt, denen wir weiter Refugium geben. Fledermäuse sind stets ein wichtiges Thema bei uns.

2013 - Hallo Nachbar - Regionale Verankerungen und weltweite Blicke

Das Jahr 2013 brachte unsere erste Sonderausstellung, viele neue Kontakte und - natürlich, das war auch nicht schwer - steigende Besucherzahlen. Vor allem gab es wundervolle Begegnungen mit genauso wundervollen Menschen. Am Ende des Jahres schätzten wir ab, dass ca. 2000 Menschen hier waren. Ein Netzwerk an Interessenten entwickelte sich. Die Regional-Presse nahm immer öfter Notiz von uns (Presse-Archiv). Aufbaujahre des langsamen Wachstums lagen vor uns - das Konzept funktionierte.

Ende 2013 erhielten wir einen ersten kleinen Preis, den kommunalen "Klimaschutzpreis" (ausgelobt von der Verbandsgemeinde & des Energieversorgers RWE) für unseren wilden Wald (Naturschutz & CO2-Speicherung) und unser modellhaft regenerativ versorgtes Anwesen (Museum & Wohnhaus).

Baulich wurde das Obergeschoss des Sandsteinhauses saniert und fertig gestellt, mit viel Eigenleistung von Ursula Altmoos, so dass in den betont gemütlichen Ausstellungsräumen die erste Sonderausstellung kommen konnte:

Sonderausstellung "Hallo Nachbar - Meet your neighbours" 2013:

Auf großen Fototafeln, die spannend das Obergeschoss durchzogen, dazu kleine interaktive Stationen, konnte man heimische Pflanzen und Tiere, unsere "Nachbarn" ganz besonders wahrnehmen: Durch eine besondere Fototechnik traten die Schönheit und Faszination der Organismen klar wie selten hervor. Die Besucher waren beeindruckt und nicht wenige wurde angeregt, ihre Umgebung genauer zu erforschen. So soll Museum sein.


Hallo Nachbar - Sonderausstellung


Aus dieser Ausstellung ergaben sich nachhaltige Ergebnisse:

  • Die Ausstellung wurde getragen von den Rheinland-Pfälzischen Naturschutz-Fachverbänden GNOR e.V. und Pollichia e.V.. Mit Akteuren von ihnen heute ein guter Fachaustausch.
  • Der Fotograf, der diese grandiose Werke ermöglichte und zur Vernissage auch erstmals hier einen Vortrag hielt, ist Dr. Dirk Funhoff. Mit ihm und seiner Frau Petra verbinden uns heute nicht nur Fachkontakte und weitere Projekte, sondern eine gute Freundschaft. Wir empfehlen deren Website und Arbeiten sehr: Dirk Funhoff Naturfotografie!
  • Angeregt durch einige Grundzüge entwickelten wir 2014 eine ganz eigene Ausstellungseinheit, die Prinzipien von "Hallo Nachbar" mit Multimedia-Show und auch weltweiten Zusammenhängen neu verbindet: Unsere (mobile) Naturwabe!

2012 - Eröffnung: Wir sind Museum - kreativer Naturschutz voraus!

Stürmische Ersteröffnung Museum Nahe der Natur 2012 - Einstieg Steinbruch Staudernheim.

29. April 2012 - die Ersteröffnung. Geladen war regionale Prominenz. Punkt 12 Uhr sollte es im Museumshof losgehen. Es war schönes Wetter - und windstill. Wir waren top vorbereitet. Doch um 11:55 Uhr war immer noch keiner da. Wir wurden nervös. Und plötzlich, Punkt 11:56 Uhr, kam aus wirklich heiterem Himmel eine heftige Windböe und warf all unseren Aufbau, Tafeln und Kulissen einfach um. Das dauert keine halbe Minute - dann wieder Windstille, alles wie von Geisterhand. Aber genau in dieser Minute, um 11:57 Uhr, kamen die Eröffnungsgäste - und nun alle auf einmal. Die Gäste betraten neugierig den Museumshof - und fanden ein Chaos vor. Wir, bis vor kurzem top vorbereitet, jetzt völlig aufgelöst rannten ohne Blick zu den Gästen hektisch umher. Doch wir schafften es nicht, alles wieder aufzurichten - und es war egal. Nach 12 Uhr wurden inmitten von Gerümpel mutvolle Eröffnungsreden gehalten und Sekt ausgeschenkt. Ein Traum wird wahr: Wir haben ein Museum! Und: Das Leben ist eine Baustelle, Museum auch. Auch später war bei aller wachsender Professionalität oft Improvisation und Gelassenheit gefragt. Es wurden viele schöne Momente: ein Glück, ein lebendiges Museum und Naturschutz wahrlich zu leben.


Noch eine Überraschung. Stolz hatten wir Geld zusammengekratzt und in den örtlichen Zeitungen Anzeigen geschaltet: "Steinbruch aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Kommt alle nach Staudernheim - wir laden ein: Eröffnungs-Wochenende 29. April bis 1. Mai 2012, mit Kaffee für Alle". Wir richteten uns auf einen Besucheransturm neugieriger Menschen aus den umliegenden Orten ein, so wie wir es in unseren Heimatregionen Mannheim und Sauerland erwartet hätten. Aber: Kaum einer kam. Was unser großes Projekt war, interessierte hier nur wenige. Als die persönlich geladenen Ehrengäste weg waren, saßen wir für uns alleine da. Trotz durchdachter Werbung und guten Zeitungsvorberichten. Das darf doch nicht wahr sein?

Wahr war, dass trotz freundlicher Kontakte in den Aufbaujahren eigentlich niemand wirklich etwas erwartete, geschweige denn tiefer interessierte. Wir hatten die zurückhaltende Mentalität der Region noch nicht erkannt - und noch keine überregionale Bekanntheit. Erst Jahre später konnten wir nach und nach auch mehr ein heimisches Publikum erreichen und vergrößern, während wir überregional langsam bekannter wurden. Das Glück aber, einen Traum zu leben, konnte uns keiner nehmen - und den Traum teilen wir auch heute mit vielen und immer mehr Besuchern und Online-Followern. Wer hätte das gedacht?


Chronik Staudernheim: Die erste Ausstellung 2012 / Museolum.

Die erste Ausstellung 2012:

Klein, improvisiert, nur in zwei EG-Räumen. Schatzkisten zum Öffnen, dazu wunderbare Achate aus der Sammlung Paul-Hermann Dahl. Alles muss klein beginnen .. - Doch die Prinzipien prägen:

  • Interaktive Schatzkisten und gemütliches Indoor-Konzept: Museolum!
  • Achate, Fantasien in Stein, sind Teil unserer Ausstellungen: Achate!


Insgesamt zählten wir 2012 nicht mal 500 Besucher im ganzen Jahr. Enttäuschend wenig! Doch dabei waren spannende Menschen, erste Multiplikatoren. Und so wurde es doch ein gutes erstes Jahr. Im nach hinein war es sogar gut, nicht gleich überrannt worden zu sein. Denn so hatten wir noch relative Ruhe, Haus und Gelände weiter aufzubauen, uns zu entwickeln, fachlich noch weiter zu denken - und jede Menge Ideen zu sammeln. Eine große Kreativität samt Ideenschmiede ist auch heute noch eine wesentliche Basis von 'Nahe der Natur' - und die wichtige Erfahrung, dass nicht alles gleich funktioniert und wir selbstkritisch wie variantenreich weitermachen.

Ein Prinzip hat sich damals "notgedrungen" aufgetan, dass "Nahe der Natur" auch heute noch durchdringt, inzwischen als bewusstes Konzept: Alles machen wir "Schritt für Schritt": überlegt, langsam, organisch und robust. Wir geben nur Geld aus, was wir haben und einnehmen. Das hört sich zwar langsam und langweilig an, doch zwingt es zu noch mehr Kreativität und Optimierung von Ideen, ermöglicht Korrekturen. Und vieles letztlich leichter machbar. So übernehmen wir uns nicht, trotz großem Raum. Und wir wurden relativ krisenfest und erfolgreich im Sinne unserer Vision.

Wir sind seit jeher ein pulsierendes, atmendes Museum: Besucher und Beobachter können den fortwährenden Aufbau, auch mal Umbau, Veränderungen, Dynamik mitverfolgen. Denn wir bleiben nicht stehen, sind aber (fast) nie hektisch oder überfordernd. Wir leben bescheiden aber gut - und Besucher (er)leben Naturschutz-Museum das gut mit uns: Symbiontische Beziehungen - in jeder Hinsicht!

Newsletter-Service seit 2012:

Seit 2012 geben wir einen E-Mail-Newsletter heraus, der etwa monatlich über Events und Ausstellungen informiert wie auch über Entwicklungen unserer besonderer Geschichte(n): Frei einsehbar und kostenlos abonnierbar: - Newsletter-Seite.

Freinatur - Unsere Naturschutzseiten:

Seit Museumsöffnung 2012 bieten wir unser Themenportal "Freinatur" mit vielfältigen Hintergrundmaterialien, digitalen Zusatzangeboten und Links zu all unseren Themen zum Mitdenken, fallweise auch zum Mitmachen; es wird seitdem stets aktualisiert und sorgfältig ausgebaut. Zugleich bildet es unsere Art von Naturschutz ab: kreativ, frei, demokratisch, pluralistisch, "ganzheitlich" (systemisch), immer wissenschaftlich-evidenzbasiert: - Freinatur (Portal).

2010 - 2011: Erst-Aufbau und Freigelände-Einrichtung

Ab 2011 wurde ein Pfadsystem konzipiert und ersteingerichtet. Es entwickelt sich auch heute ständig weiter, ebenso wie die unterschiedlichen Freibereiche. Anfangs mussten viele Bereiche von überbordenden Brombeeren aufwändig befreit werden. Kern des fast 8 Hektar-Geländes ist "Wildnis", die sanft erschlossen wird, wobei man immer wieder in wundervolle wilde "Tabu-Räume" hineinblicken kann (Bild unten). Nach dem Winter 2011-2012 war es soweit. Die ersten Bereiche waren besuchertauglich.

  • Konzept und Aktuelles zum Naturgelände: Freiraum!
Wandelpfade - Anlage Naturschutz-Museum Staudernheim.


Bild: "Felsenreich". - Wir fanden "Kraftorte" wie diesen, den wir für Besucher zugänglich machen. Mehr und mehr Leute kommen heute gezielt wegen solcher Kleinode hierher.

2009-2011 - Die Aufbaujahre noch ohne Publikum

Ab Mai 2009, kurz nach Kaufabwicklung, fingen wir an. Fast jedes Wochenende und an freien Tagen fuhren wir nach Staudernheim, sichteten, räumten, entwarfen und verwarfen Pläne - und arbeiteten voller Inbrunst. Sollten wir in das Sandsteinhaus einziehen und daneben ein Ausstellungsgebäude aufbauen? Oder rumgekehrt, einen Neubau für Wohnen und Büro und dann das Sandsteinhaus zum Museum machen? Wir entschieden uns nach reiflicher Überlegung für letzteres.

Wir wählten den Architekten Winfried Mannert (Bad Kreuznach), der mit uns einen Neubau konzipierte und in bester Zusammenarbeit die wesentliche Bauschritte abwickelte. Auch dank seiner hervorragenden Arbeit konnten wir nach einem Jahr ab Planbeginn, am 15. April 2010, das "gelbe Haus" in Staudernheim als unser Haus beziehen. Wir waren angekommen!

Von hier aus ließ sich weiterarbeiten: in Freigelände und Sandsteinhaus (folgende Bilder). In intensiven Arbeitsphasen, neben einem durchaus normalen Familienleben und anderen Arbeitsstellen zum Geld verdienen, schufteten wir zwei Jahre, bis wir 2012 - durchaus noch als Baustelle - ersteröffneten. Es waren Jahre des Aufbruchs, der Freude, der Ideen - und sie tragen uns weiter:

Innenen-Renvoierung Museum
Renovierung des Sandsteinhauses zum
Der Anfang


Natur-Toilette.

"Die erste Toilette":) - Staudernheim Mai 2009.

Damit fing alles an ... Natur verbunden. Doch wir verbesserten schnell den Standard, oft war das Wohnmobil der Eltern hier. Bald stimmten wir auch alle Sanitäreinrichtungen mit den zuständigen Stellen ab. Auch heute noch ist uns wichtig, dass Toilettenanlagen angenehm und sauber sind. Denn das bestimmt sehr mit über die Zufriedenheit der Besucher.



2009: Wir finden die "Steinburg" - oder ein Naturgelände findet uns!

Auf der Suche nach Heimat und Raum für unsere Ideen durchforsteten wir immer wieder Internet, Makler und Anzeigen. Doch die Zeit drängte immer mehr: Wir wohnten seit 2002 glücklich in Weinolsheim (Rheinhessen), doch die 2-Zimmer-Wohnung wurde für uns mit zwei kleinen Kindern viel zu klein. Wir mussten jetzt ab 2008 bald handeln. Doch da im Großraum Mainz kein für uns bezahlbarer Wohnraum zu finden war, wurden wir mutiger. Und suchten immer weiter entlang der Bahnlinien ins schöne Rheinland-Pfalz hinein. Zudem bedrückten uns die Windräder, die immer mehr um uns herum wurden. Wir mussten "fliehen".

Durch Zufall fanden wir Anfang 2009 eine etwas seltsame Anzeige: "Verlassenes Anwesen in Staudernheim sucht neuen Besitzer. Für Liebhaber und Handwerker". Das kitzelte, wir fuhren hin. Und wir waren sofort verzaubert. Nicht von dem heruntergekommenen stinkenden Haus, nicht von den baufälligen Buden und dem oberflächlichen Abfall, der Hof und Gelände durchzog, sondern von der Magie des Platzes, vom Gelände, das bereits eine kleine "wertvolle" Wildnis war. Wir sahen das Potenzial. Es machte klick: Das ist es! 

Zum Glück war das riesige Anwesen relativ günstig und es gab nicht so viele andere Interessenten: Abfall, Renovierungsstau und Arbeitsberg sei dank. So konnten wir uns das mit nicht geringem Kredit, um den wir bei Banken bettelten, gerade so leisten und erhielten den Zuschlag. Allerdings volles Risiko: Schaffen wir das? Wäre ein anderes Leben nicht doch einfacher? Ach was, wir sprangen! Und wir haben es nie bereut. Vor uns lag ein alter verwunschener Steinbruch, eine alte "Steinburg", wie es hieß - und sehr viel Arbeit. Aber wir hatten eine für uns einzigartige Chance, vom Traum zur Realität zu kommen.

Im April 2009 erfolgte die Kaufabwicklung. Wir waren aufgewühlt und glücklich. Und eine neue Heimat. Ankerpunkt für die Zukunft. Schlaflose Nächte hatten wir trotzdem: Viel Arbeit und Risiko lag vor uns.

Obwohl das Potenzial riesig war und ist, war uns auch von Anfang an klar, dass wir nicht alles, was inhaltlich wichtig wäre, hier umsetzen können. So sind wir zweigleisig und durchdacht vernetzt unterwegs: Hier konkret an diesem Ort werden wir modellhaft im Kleinen all das anbieten, was hierher passt und hieran anpassbar ist. Und zugleich bleiben und werden wir überregional aktiv: mit Museumsservice, Ausstellungsnageboten und Naturschutz für überall und gerne auf viel mehr Flächen.

Wichtig war uns, unser Vorhaben mit allen möglichen Behörden, Netzwerken und Akteuren abzustimmen und grünes Licht zu bekommen. Denn wir wollen Harmonie! So stellten wir uns und das Vorhaben frühzeitig bei Bürgermeistern, Kreisverwaltung, Genehmigungsstellen und sonstigen wichtige Akteuren vor. Manche nahmen uns sichtbar nicht für voll - oder verstanden uns nicht. Andere schon. Wir erhielten letztlich aber all die Genehmigungen, die wir mindestens benötigten. Nicht zuletzt wollen wir stets transparent machen, dass wir nicht in Konkurrenz zu anderen Einrichtungen und zum Staat stehen, sondern Anderes sinnvoll ergänzen - mit etwas ganz Eigenem, das auch der Region und dem Allgemeinwohl zugute kommen sollte.

Wichtig war und ist uns, dass wir unabhängig von Staat und Verbänden, von Politik und Wirtschaft sind, frei und selbstbestimmt. So fallen wir niemanden zur Last und sind von niemanden abhängig. Zwar können wir so kaum Fördermittel erhalten, es kann uns aber niemand reinreden. In einer Branche, die voll mit widerstreitenden Meinungen und Interessen ist, wollten wir nur der wissenschaftlichen Wahrheit bzw. deren Näherung und uns selbst verpflichtet sein. Dieses Prinzip hat sich bewährt. Zugleich arbeiten wir frei und unabhängig mit Anderen dort inhaltlich zusammen, dort wo es sinnvoll ist.

Diesen Ort, dieses Haus und Naturgelände, unser Museum wollen wir teilen - mit den Menschen. Unsere Heimat soll ein Stück Heimat für alle die sein, die das auch wollen.

Betriebsgründung 2009

Im September 2009 gründet wir eine GbR - Gesellschaft bürgerlichen Rechts: Ursula Altmoos & Michael Altmoos GbR - Nahe der Natur-Betrieb. Mit dieser geeigneten Trägerkonstruktion konnten wir professionell wirtschaften, sind rechtsfähig, selbst entscheidungsfähig und somit überaus beweglich - im Gegensatz zu auch infrage kommenden gemeinnütziger Vereinskonstruktionen oder Stiftungsideen, die wir für die Zukunft aber nicht ausschließen.

"Nahe der Natur" ist ein anerkannter Betrieb für Naturschutz, Museum, Café, Shop und Ausstellungsgestaltung, der sich entwickelt und mit Liebe und Professionalität zugleich agiert.


Vom Steinbruch zum Naturschutz-Museum - Die Chronik


Vor 2009: "Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" - und ein großer starker Traum!

Der Anfang war Liebe und Traum - und beides geht genauso stark weiter, ist laufend aktuell und trägt uns "Nahe der Natur": Die Liebe zur Natur, das Gefühl tiefer Verbundenheit mit Natur und Menschen. Seit 1992 lieben und leben Ursula Altmoos (geb. Steffens) und Michael Altmoos zusammen: Sie träumen von einem wirkungsvollen umfassendem "ganzheitlichen" Naturschutz, der ohne die früher dominierenden Zeigefinger auskommt, der fachwissenschaftlich aktuell ("evidenzbasiert"), kreativ, frei, und positiv bewegend ist. Und von guten Museen, die grandiose Orte der Freude, des Begegnens unterschiedlicher Menschen sein sollten. Orte für neues Bilden, Forschen, Sammeln und Ausstellen -  alles andere als verstaubt. Lieblingsorte! Dazu möglichst eigene Freiflächen, auf denen sich frei Natur entwickeln darf: Faszination Wildnis! Dazu einige gestaltete Biotope für lebendige Vielfalt. Freiräume und Refugien für mehr Biodiversität - und sanfte Erlebnisorte für uns Menschen: Mensch Natur verbunden!

So müsste man doch Naturschutz und Museum verbinden können - unsere Vision. Neuartig!?

Eine berufliche und fachliche professionelle Basis von Ökologie und Naturschutz, von Bildung und Museumserfahrung bestand. Sie entwickelt sich natürlich stets weiter. Fehlte nur noch ein passender Ort und Flächen. Doch da kam der Zufall zu Hilfe - auf geht's nach oben. Oder:

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