Nahe der Natur

Mitmach-Museum für Naturschutz

PM aktuell

Hier findet sich stets die aktuelle Pressemitteilung (PM) des 'Nahe der Natur'-Museums innerhalb seines Presse-Service.


Aktuelle Meldung - Saisonbilanz 2018, gültig im Winter 2018-2019 (bis März 2019) - Fließtext:

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Nahe der Natur: Das ungewöhnliche Museum zieht Bilanz 2018

Schöne Erfolge, aktuelle Sorge und große Hoffnungen im Steinbruch Staudernheim!

Staudernheim, 06.12.2018. Wenn sich das Jahr zu Ende neigt, ist Zeit der Bilanzen. So macht es auch das „Nahe der Natur – Mitmach-Museum für Naturschutz“ im Natur-Steinbruch Staudernheim, das seinen modellhaften Ansatz transparent macht. Denn die Einrichtung ist unabhängig, privatwirtschaftlich betrieben, finanziert sich also selbst, dient aber öffentlicher Wertschöpfung und Tourismus. Nicht zuletzt sollen „Museum“ und „Naturschutz“ zum Allgemeinwohl auf kreative Art angeboten und umgesetzt werden: Für alle Menschen, die interessiert sind, so der Anspruch.

 Die Museumsfachleute, Umweltbildner und Naturschutzbiologen Ursula & Michael Altmoos atmen vor diesem Hintergrund erleichtert durch: „2018 war ein langes Glückserlebnis. Angefangen mit der Auszeichnung als ‚Vereinte-Nationen-Dekade-Projekt Biologische Vielfalt‘ gab es einen vielfältigen Sommer bis hin zu Naturschutz-Abenden im Herbst. Auch die kleine Schmiede als weiterer Teil im Museumsensemble wurde außen saniert, innen geht es 2019 weiter. Bei all dem hatten wir so viele unglaublich schöne Rückmeldungen“, berichtet Ursula Altmoos. „Das wird uns weiter tragen und bestätigt unser Konzept“.

Etwa 5000 Besucher kamen 2018 in die Einrichtung mit Ausstellunghaus „Museolum“, kleiner Erlebnishalle, Café und 7,5 Hektar Freiraum. Da ist sicher noch Luft nach oben: Bei einigen Veranstaltungen (Konzerte) kamen zwar viel weniger Besucher als erwartet, wohl wegen unglücklichen Terminkollisionen. Dafür gab es bei Einzelbesuchern, Pilgern und Kleingruppen-Programmen einen überaus deutlichen Anstieg. Zehn Event-Sonntage umfassten ein sehr breites Spektrum mit Foto-Shows, Natur-Kunst, Kulturlesungen, Fachvorträgen und Musik von qualitätsvollen Gästen, die verschiedenstes Publikum anzogen.

Die Kombination mit dem Barfußpfad von Bad Sobernheim, an dem die Einrichtung auf halber Runde liegt, verführte Barfußgeher zum entspannten Rasten, wenn sie neben dem reinen Laufen auch inhaltliche Tiefe suchten und hier fanden. Sehr gut kamen die kleinen hochwertigen und teils humorvoll dargebotenen Sonderausstellungen an: Steinkunst, Achate, Fossilien, aktuelle Tiervorkommen und auch kritische Windkraftinformation wurden unter dem Motto „Zeit Lebens“ kombiniert. Das führte zu interessanten Begegnungen und spannendem Austausch inmitten der Naturschönheit des romantischen Steinbruchwaldes. „Genuss, Bildung und Anregung kommen in Museen zusammen“, betonen die Betreiber als engagiertes Mitglied in Museumsverbänden.

Nur wenige Kritik gab es. Die richtete sich dann vor allem an die schmalen nicht barrierefreien Pfade sowie an Warteschlangen bei der Café-Ausgabe an Spitzentagen. Für den Besucherandrang an heißen Tagen wurde nun aber ein verbessertes Lenkungskonzept realisiert. Die Naturpfade bleiben aber laut Museum schmal, denn das sei eine der überregionalen Attraktionen in einzigartiger kleiner Wildnis.

Im Blickpunkt standen im Sommer das bezaubernde Schmetterlingsreich, in das nach einem SWR-Fernsehbericht hunderte Besucher – sanft gelenkt - aus nah und fern strömten und wo zum Höhepunkt fast tausend freie bunte Falter bestaunt werden konnten. Auch der stille und schön schattige Moosgarten begeisterte so viele Besucher, dass Michael Altmoos auf die Nachfrage reagierte und derzeit an einem Buch arbeitet, wie ein Jeder mit Moosen auch selbst gestalten kann („Der Moosgarten“, Pala-Verlag, vorbestellbar, erscheint April 2019).

Große Sorgen macht sich das Museum aber weiterhin wegen der Pläne der Ortsgemeinde Staudernheim, ausgerechnet durch das geschützte Naturgebiet und entlang des so ruhigen Museumsgeländes den bisher wenig befahrenen Wirtschaftsweg als Straße zu einem womöglich besucherstarken „Friedforst“ teilweise auszubauen und zu nutzen. Diese Zuwegung würde nach Ansicht der Museumsbetreiber ihr Museum und sensible Natur substanziell schädigen. „Das geht gar nicht“, sagt Ursula Altmoos und betont 3 Jahre Dialogversuche und schon geleisteten Widerstand, „weil relative Stille der entscheidende Attraktionspunkt hier ist.“ Sie hofft, dass Widersprüche gehört werden. „Wir werden nie müde, konstruktiv Alternativen vorzuschlagen, müssen uns aber sonst mit allen Mitteln gegen die jetzigen Pläne wehren. Das wäre schade, weil wir unsere knappen Ressourcen sinnvoller einsetzen sollten als uns ausgerechnet gegen die eigene Gemeinde verteidigen zu müssen, mit der das Museum mit seinem Ruhe-Standort einst abgestimmt war und der wir doch nutzen“. Die Offenlage der Pläne findet 7. Dezember bis 10. Januar in der VG-Verwaltung Sobernheim statt.

Tiefe Dankbarkeit empfindet die Museumsfamilie über viele Zusprüche und fachliche Zusammenarbeit aus nah und fern. „Wir sind inzwischen auch in der Fachwelt überregional als Partner für die besondere Mischung von Naturschutz und Kreativität anerkannt. Neue Menschen, Fachleute und Künstler kommen auf uns zu, um immer mal wieder kleine besondere Sonderschauen und Events zu realisieren.“ Da will das Mitmachmuseum auch 2019 wieder einiges bieten. „Wir sind mit Vielen verbunden, sind gerne Teil des Netzwerks Lebendige Nahe im Regionalbündnis, und danken ganz besonders auch der Verbandsgemeinde Bad Sobernheim und der Kreisverwaltung Bad Kreuznach, sowie dem Naturpark und der Naheland-Touristik für beste Zusammenarbeit“, so Michael Altmoos. Denn die öffentliche Verankerung ist das A und O für solch ein sich selbst tragendes Modellprojekt, das noch dazu am Hildegard-Pilgerweg liegt und Angebote für jeden Wanderer anbietet (Spezialinfo: www.naturpilger.de). Sicher ist das Museum ein wichtiger Mosaikstein für Qualitäts-Tourismus, auf den die Region ja setzt.

Insgesamt optimistisch schaut die Einrichtung nach vorne. „Zunächst haben wir auch jetzt im Winter nach Absprache fast täglich offen“, betont Ursula Altmoos, „wobei wir im realtiv stillen Winter mehr wissenschaftlich arbeiten und Konzepte entwickeln. Die nächste Hauptsaison wird am Sonntag 7. April 2019 starten, dann wohl mit einer kleinen, aber besonderen Dinosaurier-Schau.“ - „Aber wer will schon wie die aussterben?“ lacht Michael Altmoos, und freut sich auf eine überaus lebendige Zukunft. - Info Museum: www.nahe-natur.com

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Kontakt: info@nahe-natur.com / Ruf 06751-8576370. Bildmaterial gerne auf Anfrage.

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